postbabypausenorga

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Gute Organisation ist das A und O.

Schreib dir alles sofort auf, was du organisiert hast, schreib dir auf, was du noch organisieren musst.

Ich hatte jeden Monat ein bis zwei Stunden geballte Hauptorganisationszeit, in der ich mit meinem Kalender und Handy ausgestattet alle Tage durchgegangen bin. Ich habe dann immer gleich die entsprechenden Babysitting-Anfragen per Email oder SMS verschickt. Sobald eine bestätigt zurückkam, wurde sie direkt eingetragen. Das ist wichtig und beugt den berühmten „Organisations-Fails“ vor.

Meine Denkmuster: „Nachtdienst am Dienstag, okay, da frag ich Oma, ob sie in der Früh kommt und mir hilft (für einen super entspannten Morgen, an dem ich NUR MICH SELBST fertig machen muss), dann Opa fragen, ob er die Kinder am Nachmittag abholt und betreut, bis mein Mann nach Hause kommt. Mittwoch morgens wieder Oma fragen, ob sie um 05:45 Uhr kommen kann und die Kinder übernimmt, wenn mein Mann zur Arbeit muss. Für Mittwoch dann wieder Opa fragen, ob er bis 16:00 Uhr die Kids nimmt, damit ich nach dem Nachtdienst schlafen kann.“

So ungefähr, sah das aus. Ich hatte ein Netz aus sehr liebevollen, verlässlichen Haupt- und NebensitterInnen, ohne die ich meine Ausbildung nicht auf diese Art und Weise hätte machen können. Meine Kinder waren es gewohnt und haben sich gefreut, wenn mal Papatag, Opatag usw. war. Für sie war es irgendwann normal, dass Mama nachts auch mal nicht da ist, weil sie arbeitet.

Noch ein Tipp: am Vortag alle betroffenen Menschen nochmal kurz kontaktieren, ob für Morgen bzw. Übermorgen eh alles klar geht. Alle waren bei mir sehr verlässlich, aber es ist einfach mega ungut, wenn man gerade im OP steht und Schweißausbrüche bekommt, weil man sich nicht mehr sicher ist, ob xy heute wirklich die Kinder abholen wird….

 

 

Sei nachsichtig mit und lieb zu dir selbst, besonders wenn du es mal verbockt hast.

 

Und was ich noch sagen kann: Egal wie gut ich es versucht habe, es kam selten, aber trotzdem immer wieder zu „Organisationsfails“. Meistens wenn ich mir etwas nicht sofort aufgeschrieben habe. Ich habe es dann einfach schlichtweg im Sturm der Gedanken und Aufgaben in meinem Kopf vergessen. Wenn es dazu kam, habe ich versucht es mit Humor zu nehmen. Ich habe mich bei den betreffenden Personen entschuldigt und mir gedacht – nobody is perfect- es ist eh super toll, was ich alles hinbekomme. Fokus auf das richten, was ich alles schaffe, dann war der eine Misserfolg verschwindend klein.