Morgenwunsch

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Morgenroutine zum Glücklich sein

Part IV von IV

Wenn du einfach losfährst, ohne zu wissen wohin du möchtest, kann es schwierig werden anzukommen.

Wenn du mit Navi fährst, dann musst du einen Zielort eingeben.

Es ist total logisch: Wenn das Navi nicht weißt, wohin es dich lotsen soll, dann kann es dich nicht dorthin bringen.

Stell dir mal deinen Tag wie ein Auto vor, das dich mit Navi fährt. Entweder du sitzt darin und schaust einfach, wohin es dich bringen wird, oder aber du weißt, wohin du willst und gibst die Ziele ins Navi ein. Es ist viel leichter, wenn du die Zielorte eingibst. Du bist schneller genau dort, wo du hin möchtest. Wäre ja auch unsinnig es anders zu machen.

Und trotzdem machen es wahrscheinlich die meisten Menschen so. Sie leben einfach los, in ihren Tag, ohne ihre Ziele bekannt zu geben. So hab ich es auch gemacht. Mein „Navi“ hat mich deshalb wie wahnsinnig durch die Gegend kutschiert, hat Umwege genommen, schlechte Straßen, dunkle Gassen, um letztlich einfach nur im Kreis zu fahren. Kann ich ihm auch nicht verübeln. Ohne Ziel ist es eben schwierig. Passte das zu meinem neuen Glücklich sein? Nein. Also her mit der Veränderung, her mit den kleinen Zielen!

  1. Sich wünschen, was man heute will

Ein neuer Tag lag vor mir, bereit gelebt zu werden. Und ich wollte ihn aktiv vor-gestalten. Wenn ich mir alles wünschen darf, was wollte ich denn dann von ihm?

 Oft waren meine Wunschsätze beispielsweise ungefähr wie folgt:

-Ich bekomme genau den richtigen Parkplatz.

-Ich komme zum richtigen Zeitpunkt im Krankenhaus an.

-Ich habe noch bevor ich auf die Abteilung gehe eine freundliche Plauderei.

-Ich lerne heute beschützt genau das, was ich lernen soll.

-Ich kann essen gehen, wenn ich Hunger habe.

-Ich sitze im Speisesaal bei genau den Menschen, die heute für mich wichtig sind.

-Ich bekomme genau die Informationen die wichtig sind.

-Ich kann den PatientInnen heute WIRKLICH weiterhelfen.

-Ich kann meine Arbeit einfach, rasch und fokussiert erledigen.

-Ich lache heute viel.

-Ich komme pünktlich aus dem Krankenhaus raus.

-Wir gehen am Nachmittag auf den Spielplatz.

-Wir haben einen entspannten Abend.

-Ich kann nachts durchschlafen und mich super erholen.

Es ist wichtig, diese Sätze positiv zu formulieren. „Ich möchte nicht zu spät kommen“, wird nämlich zum Wunsch: „Ich möchte zu spät kommen.“. Das Universum-Navi versteht kein NICHT oder KEIN. Dein Gehirn übrigens auch nicht. Oder kannst du jetzt mal bitte nicht an einen rosa Elefanten mit blauen Stöckelschuhen und einer Blume im Rüssel denken?

Ich habe mir die Sachen übrigens laut vorgesagt. Auf Englisch. Ich weiß nicht genau warum, aber ich kann mit mir selbst besser auf Englisch reden. Es klingt dann alles noch viel cooler.

Es reicht aber wahrscheinlich auch, sich die Wünsche einfach nur zu denken. Das laute Aussprechen hat aber etwas sehr Bewusstes an sich, was es für mich kraftvoller macht.

  1. Aufladen lassen

Je nachdem in welches Krankenhaus ich gefahren bin und wie lange die Fahrt gedauert hat, habe ich dann Verschiedenes gemacht.

Mal die Ruhe genossen. Mal Musik gehört, aber nur die, die ICH gerade hören wollte und die mir gute Laune gemacht hat. Ganz oft, habe ich einen Podcast mit POWER-Talks angehört. Dort redet eine inspirierende Frau quasi direkt in dein Unterbewusstsein positiv rein und danach kannst du es nicht mehr abwarten was auch immer zu tun.

Wenn die Anfahrt länger war, habe ich mir Interviews mit Menschen angehört, die irgendwas Tolles erreicht haben. Das ist auch echt cool. Man hat ja keine Ahnung was es auf dieser Welt für Möglichkeiten gibt! Sowas hat mir auch enorm viel Kraft gegeben.

Ihr könnt euch vorstellen, wie gut ich drauf war, wenn ich aus meinem Auto ausgestiegen bin.

Und durch die neutralen Formulierungen meiner Wünsche, war es völlig okay, falls der Parkplatz etwas weiter weg vom Krankenhaus war. Denn es war ja sowieso der „Richtige“!

Wenn ich länger brauche, dann treffe ich andere Menschen, oder werde vielleicht nicht von einem Auto angefahren! Vielleicht komme ich dadurch genau dann auf der Abteilung an, wenn ein Konflikt bereits gelöst ist usw. usw.

Wie du merkst, könnte ich noch sehr viel dazu sagen. Aber ich versuche meine Texte hier tendenziell kürzer zu gestalten. Ich schätze das ist mir nicht gelungen. Aber egal.

Ich wünsche mir, dass du dir für dich überlegst, WIE du dein Leben möchtest. Und vielleicht hilft dir das eine oder andere, was für mich so gut funktioniert hat. Alleine diese Zeit am Morgen kann so gut genutzt werden, um die Weichen für einen superglücklichen Tag zu stellen und nicht alles dem Zufall zu überlassen.

Denn wenn du jeden Tag einfach geschehen lässt, dann ist dir am Ende dein ganzes Leben einfach passiert. Und womöglich wird es einfach nur anstrengend gewesen sein.